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Die „Haferwerft" war einst der Binnenhafen von Mechelen. Die Stadt besaß ab 1301 das begehrte Vorrecht, Getreide lagern zu dürfen (Stapelrecht), was bedeutete, dass alle Getreideboote, die die Dijle befuhren, in Mechelen anlegen und die Schiffer dort ihre Ladung drei Tage lang zum Kauf anbieten mussten. Nur, was nicht verkauft wurde, durfte wieder ins Boot geladen und woanders verkauft werden. Natürlich waren die anderen Städte ziemlich eifersüchtig auf dieses Privileg.



An der Haverwerf stehen drei farbenfrohe Häuser aus dem 16. und 17. Jh. Das Eckhaus heißt Het Paradijske (Das kleine Paradies). Die Reliefs über den Fenstern stellen den Baum der Erkenntnis und die Vertreibung aus dem Paradies dar.



Das mittlere Haus, De Duiveltjes (Die Teufelchen), ist eines der schönsten Holzhäuser ganz Belgiens. Früher hieß es einmal De Verloren Zoon (Der verlorene Sohn), denn diese biblische Geschichte ist als Holzschnitzerei über der Haustür dargestellt. Nun ist das Haus nach den drei Teufelsfiguren darüber benannt. Das Haus links schließlich heißt Sint-Jozef, nach dem Relief mit dem hl. Josef über dem mittleren Fenster.

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Haverwerf 20, Mechelen

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